Foto: Sabine Rahm
Grußwort
"UNSERER HAUSHERREN"
LIEBE FREUNDE UND GÄSTE
UNSERES HAUSES!
Bedarf es in unserer säkularisierten Zeit überhaupt noch eines kirchlichen Hauses, eines geistlichen Zentrums für Besinnung, Kontemplation, Liturgie und Kunst? Jan Loffeld, Priester und Pastoraltheologe im niederländischen Tilburg, analysiert messerscharf, dass vielen Zeitgenossen nichts mehr fehlt, wenn Gott fehlt. Sie sind nicht wie ehedem atheistisch eingestellt – da könnte man wenigstens noch über die Gottesfrage streiten, nein, Gott
interessiert einfach nicht (mehr). Da kommt jede Diskussion über Glaubensfragen an ihr Ende. Umso wichtiger ist, bei allem Defizit an Glaubenswissen, das persönliche Glaubenszeugnis. Gemäß dem Hl Papst Paul VI. (†1978) hört der heutige Mensch weniger auf Gelehrte und mehr auf Zeugen. Und wenn er auf Gelehrte hört, dann deshalb, weil sie Zeugen sind. Das glaubwürdige Zeugnis der Zeugen ist weitaus wichtiger geworden als der Katechismus, was letzteren nicht überflüssig macht.
Genau dazu möchten wir mit unserem Angebot an Exerzitien, christlicher Spiritualität und liturgischer Bildung wie Feiern, an Begegnungen mit der Kunst und mittels der Kreativitätsschule animieren: Zum unaufdringlichen, doch ehrlichen Zeugnis der persönlichen Gotteserfahrung, das berzeugender wirkt, als manch gut gemeintes und wohl gesetztes Wort. Aus diesem Grund bedarf es mehr denn je unseres Hauses, schlagen doch hier fragende, suchende, ringende Menschen auf, die andernorts in der Kirche längst nicht mehr präsent sind.
Damit in Zeiten wie diesen das Haus auch finanziell gesichert ist, haben wir mit Dr. Stefan Neuß zu Jahresbeginn einen Fachmann für Finanzen erhalten. Mit einem bestimmten Zeitbudget kontrolliert er das Finanzgebaren und setzt Impulse für das Marketing des Hauses.
Herzlich willkommen, lieber Herr Dr. Neuß, Gottes Segen und dem H. H. Generalvikar Ederer Dank für diese Lösung.
Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner
Dr. Marius Schwemmer