markETman - Marketing und Management Thomas Hofmann
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II. DICHTER DEUTEN DAS DASEIN
Die religiöse Spur in der Literatur
Kooperation mit der Kath. Erwachsenenbildung im Bistum Passau e.V.


Sa, 7. Juli 2012 (9-13 Uhr)
"Märchen und ihre religiöse Botschaft"
Sie gehören zu unseren ältesten (und beliebtesten) Geschichten. Schon in  unserer Kindheit hat man uns Märchen erzählt, und manche Gestalten begleiten uns das ganze Leben lang: Hänsel und Gretel, Rotkäppchen, Schneewittchen. Aber wir sollten nicht vergessen, dass diese alten Erzählungen sich gar nicht in erster Linie an Kinder richten: In ihnen kommt die Weisheit unserer Vorfahren auf uns zu, der Erfahrungsschatz der Völker. Und obwohl in den Märchen selten von Gott die Rede ist, haben sie eine verborgene religiöse Botschaft. Sie künden davon, dass unsere Welt zwar voller Gefahren ist, dass es dunkle und zerstörerische Mächte gibt, dass aber das Böse nicht das letzte Wort hat. Es gibt zwar Verzauberung und Verirrung, aber es gibt auch Erlösung und Heimführung. Die Märchen verkünden ein Urvertrauen, in ihrer Bildersprache machen sie uns Mut, auch schwierige Aufgaben zu bestehen und nie die Hoffnung zu verlieren. Der Dichter Novalis hat gesagt: „Höchst sonderbar ist die Ähnlichkeit unsrer heiligen Geschichte mit Märchen...Alle Märchen sind nur Träume von jener heimatlichen Welt."
Leitung: Univ.-Prof. em. Dr. Otto Betz, Passau
Kosten: 25 €
Anmeldeschluss: 2. Juli 2012


Di, 23. Oktober 2012 (19-22 Uhr)
„Der Weg ist unendlich" - Franz Kafka (1883-1924)
Faszination und Provokation
„Die Wahrheit ist das, was jeder Mensch zum Leben braucht und doch von niemandem bekommen oder erstehen kann. Jeder Mensch muß sie aus seinem eigenen Innern produzieren, sonst vergeht er. Leben ohne Wahrheit ist unmöglich." So hat er Kafka in sein Tagebuch geschrieben. Er selbst hat sich schwer damit getan, diese für ihn so lebensnotwendige Wahrheit zu finden. Er  war ein unerschrockener Fragesteller, und auch seine Antworten sind im Grunde Fragen geblieben. In vieler Hinsicht war er der Seismograph seiner Generation, er hat gleichsam die Angst als das Grundgefühl seiner Epoche durchzutragen gehabt. Aber man sollte auch bedenken, dass hinter dem Ausgeliefertsein menschlicher Existenz doch eine unerklärliche Sinnschicht zu stecken scheint. Wenn man die jüdischen Wurzeln Kafkas bedenkt, seine Beschäftigung mit der Kabbala und dem Chassidismus, wird manches von der Bildwelt seiner Dichtung verständlicher. Aber: leicht macht er es seinen Lesern nicht; es gehört schon ein gewisser Mut dazu, sich seinem Werk zu stellen. Leitung: Univ.-Prof. em. Dr. Otto Betz, Passau
Kosten: 25 €
Anmeldeschluss: 17. Oktober 2012
   
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